Gegen den Zahn der Zeit: Wie Biblio­the­ken Doku­mente für die Nach­welt bewahren

2. Februar 2016

Mit moder­nen Digi­ta­li­sie­rungs­lö­sun­gen erhal­ten Biblio­the­ken ihre Bestände für die Nach­welt. Die digi­tale Archi­vie­rung ermög­licht auch eine ver­ein­fachte Ver­füg­bar­keit für Wis­sen­schaft und For­schung. Unser Blog­bei­trag wirft einen exklu­si­ven Blick hin­ter die Kulis­sen der Staats­bi­blio­thek Berlin.

Die Staats­bi­blio­thek in Ber­lin ist eine der größ­ten Biblio­the­ken welt­weit. Zu ihrem Bestand gehö­ren alte Land­kar­ten, Hand­schrif­ten sowie zahl­rei­che alte und erhal­tens­werte Doku­mente aus ver­gan­ge­nen Zei­ten, die ins­be­son­dere für Wis­sen­schaft und For­schung von gro­ßem Inter­esse sind.

Geschichte für die Nach­welt zugäng­lich machen

Die Digi­ta­li­sie­rung ihrer Bestände ist der Ber­li­ner Staats­bi­blio­thek ein wich­ti­ges Anlie­gen. So kön­nen alte Schrift­stü­cke nicht nur wei­ter für die Nach­welt gesi­chert wer­den, son­dern sind in digi­ta­ler Form auch wesent­lich ein­fa­cher zugäng­lich. Doch gerade der Umgang mit sen­si­blen Ori­gi­na­len ist eine Her­aus­for­de­rung, die Andreas Mälck umtreibt. Als Lei­ter der Abtei­lung Bestands­er­hal­tung und Digi­ta­li­sie­rung ist er zusam­men mit sei­nem Team für die digi­tale Erfas­sung der Werke zuständig.

Die Exper­ten in Ber­lin arbei­ten par­al­lel an meh­re­ren Pro­jek­ten. Dar­un­ter sind auch inter­na­tio­nale Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekte, bei denen meh­rere Archive und Biblio­the­ken betei­ligt sind und ihre Samm­lun­gen zu einem bestimm­ten Thema oder Zeit­raum zusam­men­tra­gen. Im Rah­men des bereits abge­schlos­se­nen Pro­jekts „Euro­pean Collec­tions 1914–1918” wurde bei­spiels­weise das All­tags­le­ben in der Zeit des Ers­ten Welt­krie­ges doku­men­tiert. Betei­ligt waren daran unter ande­rem auch die Bri­tish Library und die Biblio­t­hè­que Natio­nale de France.

Beson­de­res Augen­merk liegt auf sen­si­blen Originalen

Gerade sol­che Groß­pro­jekte kön­nen von der Digi­ta­li­sie­rung pro­fi­tie­ren. „Wie ein Mosa­ik­stein trägt jedes Werk, das wir digi­tal erschlie­ßen, zu einem bes­se­ren Ver­ständ­nis der jewei­li­gen his­to­ri­schen Epo­che bei”, erklärt Andreas Mälck. So sei die Erhal­tung für die Nach­welt glei­cher­ma­ßen ein Impuls für die Wis­sen­schaft und die digi­tale Gedächtniskultur.

Ein gro­ßer Anteil der Doku­mente, die in der Ber­li­ner Staats­bi­blio­thek digi­ta­li­siert wer­den, ist sehr sen­si­bel. So muss beson­de­res Augen­merk dar­auf gerich­tet wer­den, diese nicht zu beschä­di­gen und den­noch eine beson­ders farb­treue digi­tale Abbil­dung zu generieren.

Die Lösung lie­fern die soge­nann­ten Auf­sichts­scan­ner der
Firma Zeut­schel. Anders als typi­sche Büros­can­ner wer­den die Ori­gi­nale hier von oben gescannt. Durch die ent­schei­dend ver­rin­gerte phy­si­ka­li­sche Belas­tung ist die­ses Ver­fah­ren beson­ders scho­nend und spart neben­her auch Zeit und Kosten.

Digi­tale Archi­vie­rung ist scho­nend und kostensparend

Der eigent­li­che Scan­vor­gang läuft dabei in Sekun­den­schnelle ab, detail­rei­che Doku­mente wer­den mit hohen Punkt­dich­ten von bis zu 600 dpi gespei­chert. Eben­falls Teil des Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­tes ist die Ergän­zung der Scans um biblio­gra­phi­sche und tech­ni­sche Anga­ben sowie Daten zur inhalt­li­chen Struk­tur. So wer­den auch Ein­bände, Buch­rü­cken oder Besitz­nach­weise erfasst.

Auf diese Weise las­sen sich Urkun­den, Schrift­stü­cke und Bücher pro­blem­los und in hoher Qua­li­tät für die Nach­welt bewah­ren. Um die Behand­lung der zu scan­nen­den Objekte so scho­nend wie mög­lich zu machen, arbei­ten Andreas Mälck und sein Team eng mit den Kol­le­gen der Bestands­er­hal­tung zusam­men. Durch die Tipps der Restau­ra­to­ren kön­nen Pro­bleme beim Scan­nen recht­zei­tig ent­deckt oder prä­ven­tiv ver­mie­den wer­den, bevor ein Werk ernst­haft Scha­den nimmt.

Mit der digi­ta­len Archi­vie­rung von Schrift­stü­cken im geschäft­li­chen Kon­text setzt sich übri­gens unser E‑Book „7 Tipps für die Archi­vie­rung von Doku­men­ten” auseinander.

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