IT meets CSR: Darum funk­tio­niert Nach­hal­tig­keit nur mit Green IT

12. Juli 2022

Unter­neh­men, die ihren öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck über die gesamte Lie­fer­kette ver­fol­gen wol­len, kom­men um Digi­ta­li­sie­rung nicht herum. Das gelingt umso bes­ser, wenn auch Office und IT selbst „grün“ sind.

Vor 50 Jah­ren wurde die Ver­letz­lich­keit der Natur mit einem Schlag zum Thema: Der Club of Rome zeigte der Welt die „Gren­zen des Wachs­tums“ auf. Der Druck, nach­hal­ti­ger zu wirt­schaf­ten, ist heute drän­gen­der denn je. Neben den Fol­gen des Kli­ma­wan­dels gehö­ren gestörte Lie­fer­ket­ten in der Corona-Pan­de­mie und die Roh­stoff­ab­hän­gig­keit von auto­ri­tä­ren Regi­men zu den Gründen.

Auch recht­lich müs­sen Unter­neh­men umden­ken. So greift ab 2023 in Deutsch­land das Lie­fer­ket­ten­ge­setz und ab 2024 die EU-weite Pflicht für viele Unter­neh­men ab 250 Mit­ar­bei­tern, Nach­hal­tig­keits­be­richte zu ver­öf­fent­li­chen. Mög­lich ist dies meist nur dann, wenn Unter­neh­men detail­lierte Daten und Infor­ma­tio­nen über die Arbeits­wei­sen ihrer zahl­rei­chen Part­ner und Zulie­fe­rer erhal­ten – denn die dann grei­fende Berichts­pflicht erfasst oft die gesamte Wert­schöp­fungs­kette. Nötig sind dazu vor allem IT-Sys­teme, mit denen wich­tige Nach­hal­tig­keits­kenn­zah­len digi­tal erfasst und aus­ge­tauscht wer­den können.

IDC-Stu­die zeigt Nach­hol­be­darf bei Green IT

Das zeigt, „grü­nes“ Wirt­schaf­ten ohne Digi­ta­li­sie­rung ist kaum denk­bar. Ohne ent­spre­chende IT-Sys­teme kön­nen Unter­neh­men weder den eige­nen öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck mes­sen noch ent­spre­chende Daten ihrer Part­ner ver­ar­bei­ten. Nur: Der Stu­die „IT & Sus­taina­bi­lity in Deutsch­land 2022“ des Bera­tungs­un­ter­neh­mens IDC zufolge sind erst wenige Unter­neh­men gut dar­auf vorbereitet.

Dem­nach pla­nen zwar 44 Pro­zent der 200 befrag­ten Unter­neh­men mit min­des­tens 100 Mit­ar­bei­tern eine Aus­rich­tung auf die Kreis­lauf­wirt­schaft. Und 41 Pro­zent wol­len vor allem mit Part­nern und Zulie­fe­rern mit den­sel­ben Nach­hal­tig­keits­zie­len zusam­men­ar­bei­ten. Bis­lang man­gele es aber vor allem an einer tief­grei­fen­den Digi­ta­li­sie­rung, schrei­ben die Studienautoren.

Deren schlep­pende Umset­zung sorge für feh­lende Trans­pa­renz über Pro­zesse und Daten in den Unter­neh­men und deren Lie­fer­kette, was Nach­hal­tig­keits­in­itia­ti­ven ausbremse.

Green IT inte­griert Soft­ware und Hardware

Lösun­gen bie­ten vor allem Cloud-Dienste, mit denen auch Lie­fe­ran­ten, Abneh­mer und Kun­den arbei­ten, das Inter­net of Things (IoT), mit dem sich Nach­hal­tig­keits­da­ten von Gerä­ten, Maschi­nen oder Pro­duk­ten mes­sen und kon­trol­lie­ren las­sen oder ein zen­tra­les Doku­men­ten­ma­nage­ment wie zum Bei­spiel mit dem Kyocera Work­flow Mana­ger, das in einem digi­ta­len Büro hohe Arbeits­ef­fi­zi­enz bei nied­ri­gem Papier- und Ener­gie­ver­brauch sicherstellt.

In einem „Green Office“ hel­fen Soft­ware-Lösun­gen auch, Hard­ware wie zum Bei­spiel Dru­cker CO2-spa­rend fern­zu­war­ten oder Fehl­dru­cke zu ver­mei­den. Inno­va­tio­nen wie Toner, die statt aus­ge­wech­selt nur nach­ge­füllt wer­den müs­sen, zei­gen das Poten­zial, das auch von Unter­neh­men erkannt wird. Laut IDC-Stu­die spielt bei nach­hal­ti­ger Hard­ware für knapp 90 Pro­zent von ihnen die Dru­cke­r­in­fra­struk­tur eine wich­tige Rolle.

Fle­xi­ble Nut­zungs­dauer ver­bes­sert Umweltbilanz

Doch auch nach­hal­tige Ver­pa­ckun­gen, die Kom­pen­sa­tion des bei der Gerä­te­fer­ti­gung unver­meid­li­chen CO2-Aus­sto­ßes durch zer­ti­fi­zierte Umwelt­pro­jekte und auf extreme Lang­le­big­keit aus­ge­legte Kom­po­nen­ten wie Bild­trom­meln, Ent­wick­ler- und Fixier­ein­hei­ten ver­bes­sern die Umweltbilanz.

Denn noch immer kal­ku­lie­ren Unter­neh­men bei der Office-Hard­ware mit Abschrei­bungs­zeit­räu­men und Ver­trags­lauf­zei­ten, statt nötige Neu­an­schaf­fun­gen an Leis­tung oder Ver­schleiß der Geräte festzumachen.

Nach­hal­tige Geschäfts­pro­zesse umsetzen

Für Unter­neh­men, die nach­hal­tig wirt­schaf­ten wol­len, ste­hen also Lösun­gen bereit. Sie zu nut­zen, ist jedoch für Mit­tel­ständ­ler im Allein­gang oft schwer. Um sich über die gesamte Wert­schöp­fungs­kette und im eige­nen Öko­sys­tem nach­hal­tig auf­zu­stel­len, hilft daher der Rück­griff auf externe Part­ner und IT-Anbieter.

Denn sie ver­fü­gen über Exper­tise und ein nach­hal­ti­ges Netz­werk, um neben inter­nen Kenn­zah­len wie Ener­gie­ver­brauch und Pro­duk­ti­ons­ef­fi­zi­enz auch externe Kenn­grö­ßen wie den Water-Foot­print oder die Sup­ply-Chain-Miles im Blick zu behalten.

Inte­gra­tion von Nach­hal­tig­keits­aspek­ten in die IT-Stra­te­gie als Ausgangsbasis

Trans­pa­renz in betrieb­li­chen Pro­zes­sen wird nicht ein­fach nur durch den Ein­satz von Tech­no­lo­gie geschaf­fen, son­dern durch die Ver­knüp­fung von Tech­no­lo­gien, erzeug­ten Daten und Infor­ma­tio­nen im Rah­men einer ganz­heit­li­chen Digi­ta­li­sie­rung und Daten­stra­te­gie. Zwei Drit­tel der befrag­ten Unter­neh­men geben an, dass eine umfas­sende Digi­ta­li­sie­rung eine wich­tige Vor­aus­set­zung für die Umset­zung ihrer Nach­hal­tig­keits­maß­nah­men ist.

Die Digi­ta­li­sie­rung unter­stützt aber nicht pri­mär die Nach­hal­tig­keit, son­dern die Wert­schöp­fung eines Unter­neh­mens und sorgt dabei für einen stei­gen­den Ein­satz von IT-Res­sour­cen, einen erhöh­ten Bedarf an End­ge­rä­ten, Rechen- und Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten und schluss­end­lich für einen höhe­ren Ener­gie­be­darf und poten­zi­el­len Elek­tro­schrott. Das stellt Orga­ni­sa­tio­nen vor die schwie­rige Auf­gabe, eine Balance zwi­schen der nöti­gen IT-Per­for­mance und Nach­hal­tig­keit zu finden.

Gree­ning of and by IT“ liegt als ver­bin­den­des Ele­ment genau zwi­schen den Busi­ness-Prio­ri­tä­ten Digi­ta­li­sie­rung und Sus­taina­bi­lity. Die zuneh­mende Kon­ver­genz von digi­ta­ler und nach­hal­ti­ger Trans­for­ma­tion wird damit eines der wich­tigs­ten The­men für Inno­va­tion und Wachs­tum der kom­men­den Jahren.

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